Archive for the 'The World Wide Web' Category

Apr 09 2009

Unlauterer Wettbewerb?

Published by Mathias Bank. Filed under: The World Wide Web

Heute bekomme ich Werbung für eine Handy-Datenflatrate. “Flat” ist aber nur “50 MB”. Das eine Flatrate zu nennen, gehört an sich schon verboten! Aber es geht noch besser. Da steht richtig prominent:

50 MB Freivolumen sind ausreichend für […] das Öffnen von ca. 1.000 Websites à 50 KB

Da denkt sich ja der Normalbenutzer: super! Aber schauen wir mal:

  • Amazon.de: 338 KB
  • heute.de: 947 KB
  • Spiegel.de: 704 KB

Die Liste könnte man beliebig groß machen. Man müsste also sowohl die Script-Dateien als auch Bilder abschalten, um an diese Rechnung anknüpfen zu können. War da nicht vor kurzem ein Urteil gegen einen Autobauer wegen Angabe von unrealistischen Verbrauchswerten?

Liebe Leute von Arcor, Wettbewerb hin oder her, aber langsam schäme ich mich dafür, bei euch Kunde zu sein! Ich kann es nicht ausstehen, wenn man für dumm verkauft wird!

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Apr 06 2009

Politik: Internetsperren

Published by Mathias Bank. Filed under: The World Wide Web

So, endlich hab ich Urlaub und kann mich damit mal wieder anderen Sachen kümmern. Z.B. mit den gewünschten Internet-Sperren, die unsere Familienministerin fordert.

Ich brauch meinen Lesern sicher nicht erzählen, dass diese “Internet-Sperren” alles sind, nur keine Sperren. Während das in den letzten Wochen so lange in den Medien rumgegeistert ist, hab ich mir einfach mal selber Gedanken dazu gemacht und ich muss sagen: so schlecht finde ich die Idee gar nicht.

Im Internet sind einige Seiten, die durch Popups und ähnlichem auf teilweise doch zweifelhaften Inhalt verweisen. Ein Kunde hatte z.B. schon mal das Problem, dass unter einem speziellen Suchbegriff pornographischer Inhalt in Google zu finden war. Geschickt angestellt fällt das aber erst dann auf, wenn man auf der entsprechenden Seite ist. Das dumme daran ist aber: wenn man auf einer Pädophilen-Seite landet, wie will man denn einen echten Pädophielen von einem Zufallstreffer unterscheiden? Geht nicht. Und deshalb werden munter Hausdurchsuchungen gemacht, was einen erheblichen psychischen als auch wirtschaftlichen Schaden verursacht.

Und hier kommt die Sperrliste zum Einsatz: sie verhindert sicher nicht, dass Pädophile auf entsprechende Seiten zugreifen. Sie verhindert aber sehr wohl, dass man zufällig auf solche Seiten kommt - genug gehackte Wordpress-Versionen gibt es dazu auf jeden Fall. Eine Sperrliste ist also durchaus sinnvoll.

Wie verhindert man aber nun, dass zu viel gesperrt wird und dadurch die Meinungsfreiheit / Pressefreiheit / Informationsfreiheit gefährdet wird? Hier ist eine große Lücke im Vorschlag unserer Politiker. Man kann Missbrauch nämlich nur durch Kontrolle sicherstellen. Und dafür haben wir in unserer Demokratie die Gewaltenteilung. Deshalb würde für mich eine Lösung der “Internet-Sperre” wie folgt aussehen:

Legislative
Die Legislative definiert das Gesetz, was gesperrt werden kann. Das muss in einem sehr engen Rahmen sein und darf nicht gegen das Grundgesetz - insbesondere der Meinungsfreiheit - verstoßen.

Exekutive
Die Exekutive muss die Liste warten, ergänzen und säubern. Ob hier das BKA für geeignet ist? Meiner Meinung nach ein klares NEIN, da sie dem Bundesinnenministerium unterstellt ist. Das sorgt nicht für eine objektive Liste. Das muss also eine andere Einrichtung machen.

Judikative
Die Judikative hat die Liste regelmäßig zu überprüfen. Nur eine von der Judikative genehmigte Liste darf gesperrt werden.

Das ist natürlich alles recht aufwendig. Das soll es aber auch sein. Denn wenn es einfach wäre, dann könnte man auch direkt zum Serverbetreiber gehen und die Seite abstellen lassen - verstößt schließlich gegen deutsches Recht. Da das aber nicht überall möglich ist, sollte eine Sperrliste möglich sein. Der Aufwand sorgt dafür, dass hier niemand maßlos wird. Die Gewaltenteilung sorgt dafür, dass Recht eingehalten wird.

Die Gewaltenteilung wäre also meiner Meinung nach die Lösung. Sie wird in letzter Zeit zu stark vernachlässigt.

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Feb 17 2009

Mobiles Internet

Published by Mathias Bank. Filed under: (X)HTML + CSS, The World Wide Web

Beschäftige mich mal wieder mit Statistiken. Und da hab ich gerade die interessante Aussage gefunden, dass 2006 über 34% der deutschen Internet-User mobil ins Netz geht. Hab leider die Original-Statistik nicht gefunden. Trotzdem finde ich die Zahl überraschend hoch, wenn ich bedenke, wie wenig das beim Erstellen von Internet-Seiten berücksichtigt wird.

Hat jemand vielleicht Informationen über neuere Zahlen (jetzt haben wir ja ein iPhone und Co.) oder kann jemand diese Zahlen bestätigen?

Hier geht es übrigens zur Original-Presse-Mitteilung. Nicole Simons hat sich auch ihre Gedanken über diese Zahlen gemacht.

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Jan 23 2009

Erste Twitter-Erfahrungen

Published by Mathias Bank. Filed under: The World Wide Web

Ich muss sagen, die Idee hinter Twitter gefällt mir so als aktiver Twitterer deutlich besser. Twitter ist wirklich sehr gut geeignet, wenn man kurze Erlebnisse berichten will, Fragen oder Linkempfehlungen hat. Wenn man das ganze als Blog-Artikel veröffentlichen würde, hat man das Problem, dass zu viele kurze und nicht wirklich relevante Artikel entstehen. Statt dessen kann ich mich jetzt hier im Blog darauf konzentrieren, wirklich ausführlichere Beiträge zu erstellen.

Wie gesagt: insgesamt finde ich die Idee hinter Twitter toll, es gibt einige sehr gute Firefox-Addons (mein Favourit ist twitterFox) und auch in Wordpress hab ich inzwischen ein paar Plugins gefunden. Leider sind diese meist nicht in meinem Sinne, denn die meisten konzentrieren sich darauf, auf Blog-Artikel auf Twitter zu verweisen oder Twitter-Beiträge hier als Blog-Beitrag zu veröffentlichen. Meiner Meinung nach ist das aber nicht Sinn der Sache, dann könnte ich ja nach wie vor alles in meinem Blog veröffentlichen und müsste nicht die Kontrolle über meine Beiträge an eine fremde Firma geben. Ein richtig schönes Plugin, welches die Twitter-Nachrichten in der Sidebar anzeigen würden, ist mir leider noch nicht untergekommen, bin über Empfehlungen also dankbar!

Beschränkungen:
Natürlich gibt es auch ärgerliche Beschränkungen: so finde ich die 180 140 Zeichen manchmal etwas zu knapp. Etwas mehr dürfte schon sein, praktisch eine Weiche Grenze mit Warnung. Auch richtig ärgerlich: ich kann mich nicht auf zwei Rechnern gleichzeitig dauerhaft anmelden. Das ist blöd, da ich bei der Arbeit natürlich einen anderen Rechner habe. Und größter Nachteil: alle Links, die ich poste, sind “nofollow”-Urls. Das finde ich aus dem Grund kritisch, weil ich die Links ja als Empfehlung veröffentliche und hier “nofollow” ganz klar Fehl am Platz ist! Ok, Twitter will sich gegen Spammer und SEOs schützen. Aber man sollte die Möglichkeit haben, sich zu “profilieren” und dann diesen Tag entfernt bekommen. Das ist halt der Nachteil an zentralen Systemen: man kann nicht selber bestimmen.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist das “Diskussionsverhalten” in Twitter, bei dem direkt auf ein Beitrag eines Benutzers reagiert werden kann. Das funktioniert recht gut, wenn man Teil der Diskussion ist. Als außenstehender Leser gibt die Diskussion anfänglich allerdings keinen Sinn und es ist mehr als aufwendig, die Diskussion zu verfolgen. Hier müsste Twitter meiner Meinung nach deutlich die Funktion erweitern. Als Diskussionsplattform zum Diskutieren also gut, zum Lesen absolut ungeeignet. Hier finde ich Forensysteme eigentlich deutlich besser.

Alternativen:
Eine sehr schöne Alternative dürfte identi.ca sein, welches auf der freien Software laconi.ca basiert, eigentlich dasselbe ist, man sich aber mit openID anmelden kann. Und man kann die Beiträge direkt auch bei Twitter veröffentlichen lassen (über Sinn oder Unsinn könnt ihr gern in den Kommentaren diskutieren). Aber hier wird erneut ein deutlicher Nachteil von “Micro”-Blogging in der heutigen Form klar: man ist an das System gebunden und bekommt keine “Follower”-Informationen über die Systemgrenzen hinweg. Hier ist ganz klar eine Standardisierung notwendig! Aber das ist natürlich nicht im Interesse von Twitter, die dadurch die Marktbarrieren senken würden. Die Initiative und der Zwang kann also nur durch OpenSource kommen.

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Jan 21 2009

Restaurant-Besuch

Published by Mathias Bank. Filed under: The World Wide Web

Ich gehe in ein Restaurant und bestelle fröhlich mein Essen und was zum Trinken. Da das Essen in der Regel länger dauert als mein Getränk Durchhaltevermögen beweist, bestell ich sogar in der Regel im Laufe des Besuchs mehrere Gläser. Das alles wird schön ordentlich von der Bedienung notiert, so dass ich am Ende einfach eine Rechnung bekomme und alles bestellte in einem Zug bezahlen kann.

Eigentlich etwas völlig normales. Im Internet ärgert man sich allerdings darüber, dass es erlaubt werden soll, das Surfverhalten als Seitenbetreiber zu protokollieren. Das soll nämlich - so denke ich zumindest - durch die Gesetzesänderung ermöglicht werden, nachdem meiner Meinung nach der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung mit dem Verbot der Speicherung der IP-Adressen deutlich zu weit ging.

Keine Frage: es soll und muss auch nicht erlaubt sein, einen Benutzer über mehrere Sitzungen zu identifizieren (es sei denn, er wünscht es). Es geht mir auch gar nicht darum, das Profil einer reellen Person zuzuordnen (es sei denn, die Person wünscht es), sondern es geht nur darum, ein “Standard”-Verhalten herauszufinden. Ohne diese Informationen ist jede Seitenoptimierung nicht möglich. Innerhalb einer Sitzung muss die Erzeugung eines Profils aber erlaubt sein, und sei es nur, damit man das Menü an die Kundenwünsche und -Gewohnheiten anpassen kann.

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